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Im offenen Gartenboden (Freiland- Gewächshaus)

Im Freiland und sofern möglich im Gewächshaus bereite ich den Boden bereits 4 Wochen vor dem Tomatenpflanzen vor. Ich schiebe die abgestorbene Gründüngung vom Vorjahr an den Rand und streue auf das Beikrautfreie Land den Dünger. Ich bevorzuge organischen Dünger:

Das Beste ist der garteneigene Kompost.  Es reichen 4 Liter je Quadratmeter.
Gut sind cirka 20 cm lange, kleingeschnittene frische Brennesseltriebe ohne Wurzeln und ohne Blütenansätze.
Kompost habe ich nicht immer  und leider auch nicht die Zeit zum Brennesselernten. Daher nehme ich verschiedene handelsübliche Organische Dünger wie Animalin, Maltaflor, Cuxin. Ein Richtwert sind 100 -150 Gramm je Quadratmeter.

Ich nehme lieber etwas weniger Dünger, da zu stark mit Stickstoff versorgte Pflanzen später anfälliger gegenüber der Braunfäule sind.

Ich verteile den Dünger und arbeite ihn in die oberen 20 cm der Erde ein. Das passiert automatisch wenn ich den Boden mit dem Kreil, der Grabegabel oder dem Sauzahn lockere. Natürlich kann der Boden auch gefräst werden. Das ist bei größeren Gärten Kraft und Zeit sparender.

Wenn es sehr trocken ist lasse ich für eine halbe Stunde bis Stunde einen Regner laufen. Wir haben hier oft eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit. Anschließend bedecke ich das so vorbereitete Beet wieder mit der alten, trockenen Gründüngung. Sie dient als Mulchschicht, hält den Boden feuchter und verhindert das Keimen von ungewünschten Beikräutern. Dann kann das Bodenleben richtig aktiv werden und die Nährstoffe für die später gesetzten Tomaten optimal zur Verfügung stellen.

Wenn ich vier Wochen später setze ist die Erde oft noch fein locker und ich brauche zum setzen nur eine leichte Handhacke.

 

Düngung für Topftomaten

Ich nehme Erde die mit Vorratsdünger gemischt wurde  oder ich gebe je 20 l Topf noch eine Handvoll Kompost bzw. 50 Gramm organischen Dünger hinzu. Der Vorrat hält 2-3 Monate. 

Ebenso können die Pflanzen gut in Erden aus Terra Preta gesetzt oder einer gleichteiligen Mischung aus dreijährigem Kompost und Gartenboden werden.  Das bringt oft schon genügend Düngung für die Saison mit. Der Einfachkeithalber nehme ich immer fertige Erde von meinem lockalem Erdlieferanten und kann mit anderen Erden noch nichts genaues sagen.

Wenn ich nachdünge dann mit organischen Flüssigdünger wie Melasse. Im Handel gibt es bereits ein Angebot mit biologischen Flüssigdüngern. Dazu gebe ich gerne Pflanzenstärkungsmittel (z.B. Orus, Vitamisol, Biplantol, Blumenschön usw.), die eine Menge an wichtigen Spurenelementen mitbringen.

Flüssige Calziumdünger, die eher im Obstbau eingesetzt werden, haben sich bei manchen Tomaten gut gegen die Fruchtendfäule (=Folge von Calziummangel) bewährt. Sie sollten gezielt im Gartenhandel ihres Vertrauens nachfragen.