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Regensommer 2016

Dieser Sommer ist alles andere als einfach für die Tomaten. Bereits im Juli sind außenstehende Pflanzen schon mit Braunfäule befallen.
Es geht mir darum wie wir die Pflanzen vielleicht doch noch gut über die Saison bringen können.
Je nach Standort im Garten fallen unterschiedliche Arbeiten an den Pflanzen an.

Sollte der Sommer jetzt einige Wochen trocken bleiben bestehen gute Chancen das die Tomaten das kranke Gewebe abtrennen und sich alternativ über das Gesunde versorgen.

Spritzen tue ich nicht mehr. Es macht mir zu viel Arbeit, tut der Umwelt nicht gut und ich habe keinen Unterschied zu den Jahren ohne Spritzen gesehen. Wenn durch fünfwöchigen Dauerregen wie in 2014 die Braunfäule die Pflanzen dahin rafft, hilft nach meiner Erfahrung auch ein Spritzen wenig.


Was ist jetzt zu tun?

Ich entferne regelmäßig befallene Blätter, Triebe und Früchte.
Die Pflanzen stelle ich so weit auseinander das sich die Blätter der verschiedenen Pflanzen kaum berühren.

Zu dicht stehende Pflanzen sind gerade bei diesem feuchtem Wetter schneller von Pilzkrankheiten befallen. Das Schnittgut entsorge ich über die Grünabfuhr. Die hohen Temperaturen der größeren Mieten töten die ganzen Keime zuverlässig ab. Im Boden können die Pilzsporen der Braunfäule Jahre überdauern.

Bei Freilandtomaten ist eine Überdachung vorteilhaft. Sie kann zwar auch im Nachhinein über die Pflanzen gebaut werden, doch im Frühjahr macht das Ganze dank freier Flächen mehr Spaß.
Wenn möglich stelle ich die Pflanzen im Topf unter ein Dach, damit sie besser vor Regen geschützt sind. Die Pflanzen die bei mir unter einem Dachvorsprung standen waren Anfang Juli trotz etwas absonnigen Stand kaum befallen. Im Freiland kann ich nach dem Ausputzen der Pflanze nur hoffen, das das Wetter besser wird und die Pflanze die kranken Gewebeteile abtrennt und die Versorgung verstärkt über das gesunde Gewebe abläuft. Das wäre nicht nicht zum ersten Mal und es bestehen gute Aussichten doch noch eine Tomatenernte zu bekommen.