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In den Jahren 2012 -2013 hatte ich massiv mit dem Auftreten der Samtfleckenkrankheit (Cladosporium fulvum) zu kämpfen.
Bei dieser Pilzkrankheit stirbt das Tomatenlaub innerhalb von wenigen Tagen/ Wochen ab und durch den herben Blattverlust ist die Pflanze beim Stoffaufbau durch Photosynthese massiv gestört. Die Folge ist ein Ernteverlust von 40 - über 60 %.

Die Krankheit macht sich mit blassgelben runden Flecken blattoberseits und unterseits mit einem grauem Pilzrasen bemerkbar. Im Laufe der Zeit verbräunt das Blatt und stirbt ab.

Ursachen sind zu hohe Luftfeuchtigkeit, wenig Luftaustausch durch stickige Gewächshausatmosphäre und zuviel Wässern. Ein Wasserüberschuss an ihren Tomatenpflanzen erkennen Sie an kleinen Tautropfen die sich in den Blatträndern bilden. Das Fachwort dafür heist Guttation.

Die Krankheit verbreitet sich besonders schnell in kühlfeuchten Sommertagen. Zusätzlicher Stress für die Tomatenpflanzen, bzw. ein positiver Wachstumsfaktor für die Samtfleckenkrankheit sind kalte Sommernächte.

Auf ähnliche Weise entsteht auch im Spätherbst der Grauschimmel (Botrytis cinera) ebenfalls ein pilzlicher Schwächeparasit.

Da ich keine Lust auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln habe investiere ich liebe Zeit und Überlegung zum Vermeiden dieser Krankheit.

 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Samtflecken & Co

1. Weiter Pflanzabstand von mindestens 70 cm.
Pflanzen trocken schneller ab und bekommen mehr Licht.

2. Gewächshaus gut lüften.
Achten Sie beim Kauf eines Gewächshauses auf eine sehr, sehr, sehr großzügige Lüftung.  Ideal ist es wenn sich die Folie der Seitenwände komplett hochkurbeln lässt. Anregungen gibt es hier.

3. Weniger gießen.
Achten Sie wieviel Wasser Ihre Tomate wirklich braucht.
An kühl feuchten Sommertagen verdunstet die Pflanze weniger Wasser.

4. Boden abdecken mit Mulchfolie.
Boden eventuell mit Brandkalk ( Vorsicht Ätzend ! Pulver nur mit Handschuhen und Brille ausbringen) desinfizieren.

5. Bei starkem Befall Kultur wechseln damit sich der Boden erholt.
Das Bodenleben mit guten Kompostgaben und einer anderen Pflanzenkultur, wie Bohnen, Salat oder Gründüngung wiederbeleben.