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Unsere Pflanzen haben alle die Eigenschaft das sie aus dem Saatgut ihrer Früchte sortenecht weitervermehrt werden können. Es sind keine Hybriden. Sie haben die Chance in Ihren Hausgärten lebendige Genbanken mit den leckeren Früchten eines vielgestaltigen,fröhlichem Lebens entstehen zu lassen und am einem faszinierenden Schöpfungsprozess teilzuhaben.
Ich sehe mich nicht als Pflanzenzüchterin sondern eher als Partnerin von Pflanzen, ihrer Vielfalt und ihrer Weiterentwicklung. Ich arbeite gewissenhaft kann Ihnen aber keine 100 % ige Sortenechtheit bieten.

Die Sortenreinheit ist ja das wichtige Qualitätszeichen von professionellen Züchtern. Hier gilt es, die Sorten für viel größere Märkte entwickeln. Ich habe nicht die Mittel einer professionellen Erhaltung oder Pflanzenzüchtung.
Die Bedeutung meiner Arbeit sehe ich darin eine Pflanzenvielfalt um ihrer selbst willen zu erhalten. Mein Ziel, meine Ausrichtig ist das Miterschaffen von Millionen freier, privater Genbanken als essentielle Grundlage für die Evolution. Eine Evolution in der Leben entssteht, sich anpasst, sich weiterentwickeln kann und beachtet wird. Pflanzenvielfalt ist ein Weg mit immer stärker wechselnden Lebensbedingungen (Klimawechsel, biologische Errossion, Artenschwund, verschlechterte Anbaubedingungen, Humuserossion u.v.m).
Ich möchte eher Raum geben für  Leben das leben will und dem Leben Möglichkeiten geben, sich weiterentwickeln. Dazu gehört es Reichtum, hier den der Tomatenvielfalt, mit anderen zu teilen und ohne besondere (Leistungs-) Anforderungen sehen was sich daraus entwickelt.
Das ist vielseitig ausgelegte Evolution und Lebensfreude pur: Sie bauen unter den Bedingungen und Wünschen wie Ihre Nahrung enstehen soll in Ihren Gärten feine LebensMittel an .
Sie können eigenen Bioganbau erfahren und nach Ihren Gegebenheiten und Wünschen weiterentwickeln und das Ganze mit Freunden teilen... Egal ob Sie gesundheitsbewußter Selbstversorger sind oder sich an den vielgestaltigen Formen und Farben der Tomatenfrüchte und Pflanzen schon alleine optisch freuen. Von den anderen Eigenschaften/ Dimensionen wie Geschmack, vielseitige Verwendbarkeit, Schönheit, Wirksamkeit ganz zu schweigen. Das ist mir in Zeiten von weltweiten Artenschwund und mir seltsam erscheinenden menschlichen Realitäten wichtig.

Ich sehe in unserer Sortenvielfalt von Nutzpflanzen eine wunderbare Kulturentwicklung von Mensch UND Pflanze. Diese ist in circa 15.000 Jahren mittels aufmerksamen Beobachten, Auslesen, gezielter Züchtung aber auch besonderen pflanzlichen Oportionismus, Darwin lässt grüßen, dem gegenseitigem Entwickeln wollen entstanden. 

In Zeiten von ökonomischen kurzfristig geplanten Gewinnmaximierungen und manch unbewussten Handelns verschwinden diese Schätze zusehens lautlos  im Geschrei von vordergründigen Sorgen (Finanzkriese, Werteverlust, Sicherheitsverlust, Unruhe, Unsicherheit...u.v.m.). Für mich eine Gewinnmaximierung auf Kosten anderer allein schon ökonomische keinen Sinn. Sie ist letztenendes teurer.
Es verschwinden nicht nur Pflanzen sondern auch Wissen und natürliche Traditionen  - eine für mich beängstigende Entwicklung. ...Wenn überhaupt profitieren von dieser Entwicklung nur wenige...
Zukünftiges kann meiner Meinung ohne Vielfalt und ihre sinnvolle Nutzung kaum oder gar nicht entstehen. Angst spüre ich deswegen weil uns durch diese menschlichen Handlungsweisen massiv die Chancen, mit diesen Herrausforderungen passend umzugehen, verringert werden. Es geht um die Chancen in zunehmend erschwerten Lebenbedingungen (Ökologisch, Ökonomisch, Ressourcenknappheit...) ein lebenswertes Dasein zu führen. Angesichts unserer gut gefüllten Supermärkte besteht in großen Teilen der Bevölkerung kein Grund zur Sorge und leider wird das Thema Sortenerhalt für viele andere Zwecke mißbraucht.

Umgang mit der Sortenvielfalt
Ich will meinen Beitrag leisten, zumindest einen Teil der Vielfalt zu erhalten und soweit es mir überhaupt möglich ist, Raum für weitere Entwicklungen geben zu können.
Dazu gehört es auch mit der Vielfalt sinnvoll umzugehen, eine für sich passende Auswahl zu treffen und sich im eigenen Garten sich auf eine Sortenanzahl zu beschränken.
Paradoxerweise wird gerade meinem Garten die Tomatensortenanzahl zur Saatgutgewinnung zurückgehen. Nach über 15 Jahren möchte ich mich mit den für mich passendsten Tomatensorten weiter auseinandersetzen und mich mehr auf Auslesen konzentrieren. Ich weiß das Tomatensaatgut mehr als 10 Jahre keimfähig bleibt und hoffe das ein Großteil der von mir geernteten Tomatensamen in anderen Gärten angebaut und weiterentwickelt wird.
Ich sehe das viele samenfeste Sorten im Laufe der Jahre verwildern. Zum Beispiel bilden ehemals pflegeleichte Stabtomaten mehr Verzweigungen oder Sorten mit runden Früchte werden wieder mehr gebuchtet. Beides verursacht in Folge mehr Arbeitsaufwand. Noch nie gab es in den Gärten soviel Sorten einer Art auf so engen Raum. In Schaugärten ist das gut und ebenso zur freudvollen Lebensgestalltung. Doch von diesen eng aufeinander sitzenden Pflanzen bringt es wenig die Samen zu ernten. Für den Saatguterhalt braucht es viele Pflanzen einer Sorte um eine gute Auslese der nächsten Generation zu machen.