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Fruchtendfäule

Die Fruchtendfäule ist keine Krankheit sondern ein Mangelsymptom.

Die Früchte weisen am Blütenansatz einen dunkelbraunen, wässrigen Fleck auf, ähnlich wie bei der Stippigkeit von Äpfeln. Wenige Tage später ist das Gewebe eingetrocknet und verhärtet. Bei starkem Kalziummangel sind die jungen Blätter der Pflanze deformiert und bleiben im Wuchs zurück.

Dieses Krankheitssymptom wird häufig an festfleischigen Tomaten wie Gezahnte und Andenhorn beobachtet.

Verursacht wird dieses Schadbild durch eine mangelnde Kalziumaufnahme der Pflanze, auch wenn von diesem Nährstoff genügend im Boden ist. Ursachen dafür sind starke Temperaturschwankungen, einseitige Düngung und unregelmäßige Wassergaben.
Oft ist auch eine stickige zu hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus, bzw. ein zu dichter Pflanzenabstand die Ursache. Mangels Verdunstung wird zuwenig Wasser mit den gelösten Nährstoffen in den Pflanzen transportiert.

Um der Mangelerkrankung entgegenzuwirken, sollte man auf weitere Pflanzabstände ( 70 cm in der Reihe, 1 -1,5 m zwischen den Reihen) und  auf eine ausgeglichene Nährstoffversorgung im Boden achten. Ein Überangebot von Nährstoffen wie Kalium oder Stickstoff behindert die Kalziumaufnahme.  

Die Pflanzen sollten regelmäßig gegossen werden, da die Nährstoffaufnahme in der Pflanze von ihrer Wasserzufuhr abhängig ist. 
Treten die ersten Symptome auf, können die Pflanzen mit einem Kalziumflüssigdünger (oft im Obstbaubedarf erhältlich) gegossen oder gespritzt werden.