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Was beim Pflanzen zu beachten ist:

0. Pflanzqualität und beste Einkaufszeit. Das Schönheitsideal bei Tomatenjungpflanzen ist hier "Frischgrün sowie klein und dick". Der Stengel ist etwa einen halben Zentimeter dick,  und die Pflanze hat mindestens 2 -3 Laubblattpaare.
Pflanzen mit dünnen, langen Stengeln sowie weiten Blattabständen deuten auf eine Anzucht unter Lichtmangel hin, sind anfälliger gegenüber Blattläusen und brechen leichter ab. Das alles deutet auf gesunde Pflanzen mit optimaler Lichtversorgung hin. Tomatenjungpflanzen kaufen Sie am besten von Mitte April- Mitte Mai. Niedrige Pflanzen lassen sich viel leichter einpflanzen und holen beim Wachstum schnell auf.

1. Die beste Pflanzzeit für Freiland ist nach den Eisheiligen, ab dritter Maiwoche. Ich pflanze immer um den 20.5. aus. Wagemutige oder glückliche Gärtner mit frostfreiem Gewächshaus können schon ab Anfang April auspflanzen.

2. Den Boden habe ich etwa 4 Wochen vor dem Auspflanzen mit Düngung versorgt (4 Liter Gartenkompost, bzw. 150 Gramm organischen Dünger). Genauer: Ich arbeite den Dünger in die oberen 20 cm der Erde ein und bedecke den Boden mit vorjähriger Gründüngung.  Dann kann das Bodenleben richtig aktiv werden und die Nährstoffe für die später gesetzten Tomaten optimal zur Verfügung stellen.

3. Pflanzen ausgiebig wässern, Erdballen solange ins Wasser tunken bis keine Lustblasen mehr aufsteigen.

3. Wenn nötig Pflanzenwurzeln etwas lockern

4. Tomaten im Abstand von mindestens 80 cm in der Reihe und 1,2 - 1,5 m setzen.
WEITER PFLANZABSTAND lässt uns leichter die Tomatenpflanzen pflegen und bringt einiges an Schutz vor der Braunfäule ( Pflanzen trocknen nach Regengüssen schneller ab.)

5. Vor dem Pflanzen Spiralstab in die Erde stecken, Pflanze setzen und die Triebe um den Stab winden.

6. Namensetikett lochen und an das obere Ende des Tomatenstabes durchspießen. So ist der Sortenname immer bequem in Augenhöhe zu lesen.

7. Wer sich und seinen Tomaten Luxus, oder besser gesagt eine große Entspannung gönnen will, baut ein Tomatenhaus oder für die Freilandversion ein stabiles Pflanzgestell.

Den Boden bereite ich etwa 4- 6 Wochen vor, weil ich organische Düngung verwende. Organische Düngung wirkt langsamer als mineralische.
Bei frühzeitiger organischer Düngungung in Verbindung mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit kann das Bodenleben richtig aktiv werden und die Nährstoffe für die später gesetzten Tomaten optimal zur Verfügung stellen.
Mineralische Düngung ist kurz vor dem Pflanzen auszubringen.

Was und wieviel ich dünge:

Je Quadratmeter bringe ich 4 Liter Gartenkompost, bzw. 150 Gramm organischen Dünger aus.
Sehr gut ist auch das frische Laub von Brennesseln wegen seines hohen Anteiles an Kieselsäure. Kieselsäure festigt das Gewebe von Pflanzenzellen.

Arbeitsschritte bei der Bodenvorbereitung:

Ich schiebe abgetrocknetes Laub der vorjährigen Gründüngung beiseite und entferne unerwünschte Kräuter.
Gegebenfalls ist der Boden zu lockern.
Ich arbeite den Dünger  in die oberen 20 cm der Erde ein und bedecke den Boden wieder mit der vorjährigen Gründüngung. 

Bei sehr trockenem Wetter wässere ich bereits jetzt das Tomatenbeet. Feuchte Erde ist gut für die Bodenorganismen und die Nährstofffreisetzung.